Auf einen Blick
Klaviyo verbindet Shopdaten und Profile mit Kampagnen, automatisierten Flows und Auswertungen. Beginnen Sie mit der Datenanbindung und den Einwilligungswegen. Prüfen Sie danach eine kleine Zielgruppe, eine Vorlage und einen einzelnen Flow. Weitere Kanäle ergänzen den Aufbau, wenn ihre Voraussetzungen und ihr konkreter Nutzen geklärt sind.
Was macht Klaviyo im E-Commerce?
Klaviyo verbindet Kundenprofile und Ereignisse aus dem Shop mit Marketingkommunikation. Eine Bestellung, eine bestätigte Anmeldung oder eine erfasste Produktansicht kann dadurch für eine Zielgruppe oder eine automatisierte Nachricht relevant werden. Die Funktionen brauchen eine passende Datenbasis. Ein schön gestalteter Newsletter und eine verlässliche Ereignisübertragung sind deshalb unterschiedliche Teile des Setups.
Richten Sie Account, Unternehmensangaben, Absender und Teamzugänge passend zum tatsächlichen Shop ein. Prüfen Sie, wer Inhalte bearbeiten und wer einen Versand freigeben darf. Notieren Sie Accountname, Domain, Sprache und relevante Shopsysteme. Diese einfache Übersicht verhindert Verwechslungen, wenn später mehrere Shops, Märkte oder Dienstleister zusammenarbeiten.
Shop und Daten zuerst verbinden
Verwenden Sie die Dokumentation für Ihr Shopsystem. Die Shopify-Anleitung beschreibt Integration, Synchronisation und die Einbindung für Onsite-Funktionen. Andere Shops können andere Erweiterungen und Ereignisnamen verwenden. Prüfen Sie eine echte Testbestellung im passenden Testmodus und vergleichen Sie E-Mail-Adresse, Artikel, Wert und Zeitpunkt zwischen Shop und Klaviyo.
Kontrollieren Sie außerdem Storno und Erstattung sowie eine Testanmeldung. Die Existenz einer Integration bestätigt noch nicht jede einzelne Funktion. Produktansichten, Formulare und Bestellungen müssen jeweils nachvollziehbar ankommen. Bevor ein Abbruch-Flow geplant wird, brauchen Sie sowohl das auslösende Ereignis als auch aktuelle Bestelldaten für den Kaufausschluss.
Profile, Listen und Segmente unterscheiden
Ein Profil sammelt verfügbare Informationen und Aktivitäten einer Person. Eine Liste bildet eine feste Sammlung, etwa die bestätigten E-Mail-Abonnenten eines Anmeldewegs. Ein Segment wird durch Bedingungen definiert und verändert sich, wenn Profile diese erfüllen oder nicht mehr erfüllen. Klaviyo erklärt die Unterschiede im Leitfaden zu Listen und Segmenten.
Beginnen Sie mit verständlichen Namen und wenigen nachvollziehbaren Gruppen. Ein eigenes Beispiel ist die Auswahl abonnierter Kunden, die eine bestimmte Produktgruppe gekauft haben. Prüfen Sie bekannte passende und unpassende Testprofile. Eine hohe Profilzahl sagt weder aus, wie viele Personen Newsletter wollen, noch wie viele beim nächsten Versand tatsächlich erreichbar sind.
Anmeldung, Einwilligung und Absender prüfen
Erfassen Sie den tatsächlichen Anmeldeweg und die zugehörige Versandgrundlage. Ein importiertes Profil ist keine automatische Newsletter-Einwilligung. Die Klaviyo-Dokumentation zu Einwilligungen in Profilen beschreibt die technischen Zustände und die Unterscheidung der Kanäle. Behalten Sie auch unterdrückte oder abgemeldete Profile im Prüfablauf im Blick.
Bei einer DOI-Liste testen Sie Anmeldung, Bestätigung und Listenbeitritt. Ein zweites Testprofil bestätigt bewusst nicht; prüfen Sie den erwarteten Ablauf. Richten Sie die Absenderdomain nach den angezeigten DNS-Werten ein und kontrollieren Sie die Authentifizierung einer Testmail. Prüfen Sie Tracking und Formulare mit den tatsächlichen Consent-Einstellungen der Website.
Kampagnen und Flows haben verschiedene Aufgaben
Eine Kampagne ist ein geplanter Einzelversand an eine gewählte Zielgruppe. Ein Flow reagiert auf einen Trigger und kann weitere Regeln, Wartezeiten und Nachrichten enthalten. Der Flow-Einstieg von Klaviyo zeigt diese Bausteine. Verwenden Sie eine Kampagne für einen aktuellen Anlass und einen Flow für einen wiederkehrenden Kundenmoment.
Ein fiktives Planungsbeispiel: Ein Shop für Küchenzubehör begrüßt neue Abonnenten mit der angeforderten Pflegehilfe. Eine neue Produktserie wird später als eigene Kampagne vorgestellt. Zeichnen Sie beide Wege auf einer Zeitachse. Prüfen Sie Überschneidungen, Käuferpfade und Abmeldung, bevor weitere Nachrichten dazukommen. Die passende Anzahl hängt von Ihrem Inhalt und Publikum ab.
Eine Vorlage als tatsächliche Mail testen
Erstellen Sie eine erste Vorlage mit erkennbarem Absender, klarer Hauptaussage und sinnvoller Handlung. Prüfen Sie Platzhalter für fehlenden Vornamen oder fehlende Produktdaten. Links sollen direkt zu den angekündigten Inhalten führen. Bei einem Gutschein gehören Code, Bedingungen und reale Einlösbarkeit zum Test. Eine Editorvorschau kann die empfangene Nachricht ergänzen.
Senden Sie die Vorlage an eigene Testadressen und öffnen Sie sie auf Smartphone und Desktop. Kontrollieren Sie Lesbarkeit, Bilddarstellung, Zielseiten und Abmeldung. Für einen Flow prüfen Sie zusätzlich dessen tatsächlichen Einstieg und einen Fall, der ausgeschlossen werden soll. Ein übersprungenes Testprofil kann der gewünschte Ausgang sein, wenn es die Empfängerregeln nicht erfüllt.
Berichte mit klaren Bezugsgrößen lesen
Beginnen Sie bei zugestellten Empfängern, eindeutigen Klickenden, Bestellungen, Abmeldungen und Beschwerden. Nennen Sie jeweils Zeitraum und Nenner. Ein Anstieg des zugeordneten Umsatzes kann durch mehr Empfänger, andere Angebote oder veränderte Attributionsregeln entstehen. Prüfen Sie deshalb den Kontext, bevor Sie eine höhere Zahl als zusätzliche Wirkung der Nachricht interpretieren.
Gleichen Sie einige Bestellungen mit dem Shop ab und dokumentieren Sie die verwendeten Metriken. Öffnungen können durch Mailprogramme beeinflusst werden. Eine kleine Ausgangsgruppe liefert oft schwankende Ergebnisse. Der erste Bericht soll eine überprüfbare Ausgangslage schaffen: Welche Personen erreichten welche Nachricht, welche Schritte wurden beobachtet und wo fehlen noch verlässliche Daten?
Ein kleiner Starterplan und weitere Kanäle
- Datenanbindung und zwei vollständige Testprofile prüfen.
- Anmeldung, Empfängergruppen und Abmeldung nachvollziehen.
- Eine Vorlage und einen Welcome-Flow als zusammenhängenden Ablauf testen.
- Eine erste passende Kampagne planen und ihren Ausgang dokumentieren.
- Erst danach weitere Kundenmomente gezielt ergänzen.
Klaviyo bietet zusätzlich unter anderem SMS, WhatsApp und weitere Produktbereiche. Prüfen Sie deren Verfügbarkeit, Kanal-Einwilligung, Absenderkonfiguration und eigene Teststrecke, bevor Sie sie in die Planung aufnehmen. Wählen Sie den zusätzlichen Kanal nach der Kundenaufgabe. Ein technisch verfügbarer Kanal allein begründet noch keine weitere Nachricht.
Quellen und weiterführende Dokumentation
Produktdokumentation und Primärquellen zu den beschriebenen Schritten. Redaktioneller Quellenstand: 5. Oktober 2026.